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Fotomarathon Hamburg 2019

Gestern habe ich mit einer Freundin am Fotomarathon Hamburg 2019 teilgenommen. Das Oberthema lautete 'Super 8' und es sollte sich auch bei den einzelnen Titelvorgaben alles um die Zahl 8 drehen. Die Spielregeln: Es sollten in 8 Stunden 16 Fotos in einer bestimmten Reihenfolge und zu den folgenden Titelvorgaben gemacht werden:

- 8-Stundentag

- 8terbahn

- Null-8-Fünfzehn

- Auf halb 8

- 8. Weltwunder

- oo (soll das Symbol für Unendlich sein)

- 8-kantig 

- 8telfinale 

- Gib 8!

- Verd8

- Schlammschl8

- 8los

- Nachged8

- M8spiele

- Eintr8

- Es ist vollbr8

 Nachfolgend unsere fotografische Umsetzung der Themen...

Wir haben uns als roten Faden eine 'auf den 2. Blick bzw. Klick' Interpretation des Themas 'Super 8' überlegt. Alle Bilder sollten quasi aus der Smartphone Perspektive zu sehen sein bzw. das Smartphone als Hauptakteur beinhalten. Das Smartphone stellt heutzutage schließlich das allumfassende, allgegenwärtige Allzweck-Medium dar, unter anderem eben auch für die Fotografie und das Filmen.

 

Wir hatten einiges an Requisiten im Gepäck mit, da wir uns im Vorfeld bereits einige Gedanken zu möglichen Umsetzungen und Bildstilen gemacht hatten. Benötigt haben wir davon letztendlich nur die Kreide und den Handspiegel. Beim nächsten Mal wird das Gepäck auf jeden Fall drastisch reduziert. Vielleicht...auch nicht! ;-)

 

Die ersten 8 Titelvorgaben gab es zusammen mit der Information, an welcher Zwischenstation wir die weiteren 8 Themen abholen sollten, um 10 Uhr. Der Startschuss fiel nachdem das Gruppenfoto mit allen Teilnehmern im Kasten war. Nach kurzer Beratung begaben wir uns zunächst zum Heiligengeistfeld, wo zurzeit der Dom gastierte. Auf dem Weg zum Dom nahmen wir das erste Foto zum Thema '8 Stundentag' auf. Wir nutzten eine Mauer, zeichneten mit Kreide eine Uhr an die Wand und klebten die Startnummer daneben, denn auf dem ersten Foto musste die Startnummer für die Identifizierung der Serie deutlich erkennbar sein.

 

Danach ging es mit der S- und U-Bahn Richtung St.Pauli zum Dom, um uns dem zweiten Thema '8terbahn' zu widmen. Auf der Suche nach einem passenden Motiv auf dem fast menschenleeren Gelände entschieden wir uns für das Fahrgeschäft ' Die wilden Mäuse' als Motiv. Außer anderen Fotomarathon Mitstreitern - zu erkennen an den sichtbar angebrachten Startnummern - und hier und da einem Schausteller  war der sonst überfüllte Platz menschenleer. Mal ein ganz anderer Eindruck vom Dom. Nach dem 2. Foto passierte mir ein Mißgeschick. Ich löschte versehentlich alle Fotos auf der Karte und wir mussten das erste Foto mit dem Setting noch einmal rekonstruieren. Zum Glück passierte das Unglück am Anfang. 

 

Zum Thema 'Null-8-Fünfzehn' wollten wir ein typisches Foto mit dem Smartphone darstellen: das 08/15 - Selfie eben. Wir nutzten ein Graffiti am Millerntorstadion als Hintergrund und kritzelten noch 08/15 mit Kreide an die Wand. Fertig!

 

Das Thema 'Auf halb 8' bereitete uns zunächst einiges Kopfzerbrechen bis unser Blick auf die tanzenden Türme fiel und wir fast gleichzeitig auf die gleiche Idee kamen.

 

Für das '8. Weltwunder' wollten wir die Elphi als Motiv in Szene setzen, schließlich ist es fast ein Wunder, dass sie fertig geworden ist ;-) .

 

Beim Thema der liegenden 8 bzw. oo dem Symbol für Unendlich wollten wir einen Handspiegel in einen Spiegel halten, weil sich das Spiegelbild im Spiegel dann unendlich wiederholt. Wir setzten die Szene auf einer öffentlichen Toilette um. Geboren war die Idee quasi aus einem dringenden Bedürfnis ;-) 

 

Bei '8-kantig' entschieden wir uns für das Foto eines Regenschirms. Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits etwas zeitlich in Bedrängnis, da wir um 14 Uhr rechtzeitig bei der Zwischenstation in Winterhude  am Goldbekplatz 1 im Public Coffee Roaster sein mussten, um zum einen die Startnummer abstempeln zu lassen und uns die nächsten 8 Titelvorgaben abzuholen.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine überzeugende Idee, um das Thema '8telfinale' umzusetzen. Wir waren ziemlich gefrustet. Schließlich entschieden wir uns für ein Stück Kuchen mit dem Wort '8telfinale' auf der Serviette. Nicht besonders einfallsreich aber uns lief die Zeit davon.

 

'Gib 8!' wurde daraufhin schnell mit 8 Euronen auf der Hand abfotografiert.

 

Für die zweite Hälfte der Themen begaben wir uns in unser Heimatviertel und nahmen die nächsten fünf Themen rund um den Kuhmühlenteich auf. 'Verd8' bereite uns zunächst auch ziemliche Schwierigkeiten. wir dachten zunächst an ein Buch mit dem Titel Verdacht, fanden aber in einer Buchhandlung nichts passendes. Wir dachten an Polizei und Davidwache. Wollten zunächst wieder zum Kiez. Dann kam uns eine einfachere Idee in den Sinn. Wir hatten Kreide und konnten damit schließlich den Tatortumriss einer Leiche auf den Boden malen. Gesagt, getan... Wir gingen zu einem Parkplatz. Ich zeigte vollen Körpereinsatz, legte mich auf den Boden und Janina umfuhr mit der gelben Kreide meinen Körperumriss. Noch geschwind das Smartphone auf die Umrisshand gelegt und das Bild war im Kasten.

 

Zu 'Schlammsch8', '8los', 'Nachged8' und 'M8spiele' fielen uns recht schnell Ideen ein. Diese waren auch zügig umgesetzt. 

 

Bei 'Eintr8' verließ uns die Kreativität. Wir wollten wieder zum Millerntostadion fahren und uns dort nach einem passenden Motiv umsehen. Wir kamen nur bis Baumwall. Dort hatte Janina die Eingebung mit der Musicaleintracht der beiden Musicallocations am anderen Elbufer. Flugs geknippst und auf ging es zur Ziellocation ins Café Sein zurück.

 

Dort wollten wir unser finales Foto 'Es ist vollbr8' aufnehmen. Das sollte schlicht ein Bild vom Smartphone beim Herunterfahren sein. Wir kamen vor 18 Uhr in Altona an und ließen die Fotos auf der SD-Karte auslesen. Danach gab es noch ein Feierabend-Bier und eine Cola zum Abschluss und etwas Klönschnack mit anderen Teilnehmern. Es wurde auch ein Grillbuffet angeboten für diejenigen, die sich nach der sportlichen Foto-Herausforderung, die für uns einem Marathon nahe gekommen ist, stärken wollten und mussten. Die zeitliche Vorgabe von 8 Stunden ließ keine Zeit sich zwischendurch ein Mittagessen zu genehmigen. Wir hatten den Kuchen-Shot genutzt, um einen Kaffee und einen Kuchen zu essen. Mehr war zeitlich nicht drin. 

 

Von den 147 Starterinnen und Startern haben es 137 bis in den Zieleinlauf geschafft.

 

Der Fotomarathon war sehr inspirierend, bisweilen frustrierend aber wir hatten dennoch unseren Spaß!

 

Wir freuen uns auf die Ausstellung aller Fotoserien des Fotomarathon Hamburg 2019 am 12. und 13. Oktober.

Wo: erste liebe studios - Oberhafenquartier

           Stockmeyerstr. 41

           20457 Hamburg